Möglichkeiten der Förderung und Finanzierung

Allgemeines
Der Bedarfssatz wird als Zuschuss geleistet und muss nicht zurückgezahlt werden. Er richtet sich nach den Einkommensverhältnissen, der Wohnsituation und der Schulform.

Das Berufsausbildungsförderungs Gesetz, kurz BAföG, soll dem Schüler die Bestreitung seines Lebensunterhaltes während einer beruflichen Ausbildung oder einer darauf aufbauenden Weiterbildung erleichtern bzw. ermöglichen. Im Allgemeinen schließt dies nur Schulformen ein, die einen beruflichen Bildungsabschluss vermitteln oder einen solchen voraussetzen. Als Schüler einer staatlich anerkannten Ersatzschule sind die Schüler der Rackow-Schule generell förderungsfähig.

Praktika dürfen für BAföG-Empfänger nicht vergütet werden.

Förderunsgfähig an der Rackow-Schule
Förderunsfähig ist die zwei- und dreijährige Berufsfachschule, die einjährige Fachoberschule sowie die ein- und zweijährige Berufsoberschule. Im Einzelfall ist auch eine Förderung von Schülern der zweijährigen Fachoberschule oder der einjährigen Berufsfachschule möglich.

Rechtlich ist die Rackow-Schule dazu verpflichtet, jeden Schüler der BAföG bezieht und mehr als drei unentschuldigte Fehltage hat, zu melden.

Voraussetzung elternabhängiges BAföG
Der Schüler darf bei Beginn der Ausbildung max. 29 Jahre alt sein. (Ausnahmen möglich)
Grundlegend wird das Einkommen und Vermögen des Schülers sowie das Einkommen seines Ehegatten oder Lebenspartners und seiner Eltern in dieser Reihenfolge angerechnet.
Für die einjährige Berufsfachschule sowie der zweijährigen Fachoberschule ist nach §2 (1) a BAföGÄndG eine Förderung nur möglich, wenn der Schüler nicht bei seinen Eltern wohnt und:

– in der Umgebung der Wohnung der Eltern keine andere vergleich- und erreichbare Ausbildungsstätte gibt (Hin- und Rückfahrt zusammen max. 2 Std.)
– einen eigenen Haushalt führt und verheiratet oder in einer Lebenspartnerschaft verbunden ist oder war,
– einen eigenen Haushalt führt und mit mindestens einem Kind zusammenlebt.

Voraussetzungen elternunabhängiges BAföG
Bei Besuch der Berufsoberschule (ein- und zweijährig) wird generell das Einkommen der Eltern außer Acht gelassen.
Das Einkommen der Eltern bleibt auch außer Betracht bei unbekanntem Aufenthaltsort der Eltern und / oder bei rechtlicher oder tatsächlicher Hinderung im Inland Unterhalt zu leisten.
Nach §11 BAföGÄndG vom 24.10.2010, wird das Elterneinkommen ebenfalls nicht berücksichtigt, wenn der Schüler:

– bei Beginn der Ausbildung das 30. Lebensjahr vollendet hat
– bei Beginn der Ausbildung nach Vollendung des 18. Lebensjahr fünf Jahre erwerbstätig war und sich aus seinem Ertrag selbst unterhalten konnte
– bei Beginn der Ausbildung nach Abschluss einer vorhergehenden, zumindest dreijährigen berufsqualifizierenden Ausbildung drei Jahre erwerbstätig war und seinen kompletten Lebensunterhalt bestritten hat.

Antragsstellung
Eine BAföG-Förderung ist erst nach erfolgreicher und bestätigter Anmeldung an unserer Schule möglich. Für die Beantragung benötigen Sie das Formblatt 2, welches wir Ihnen gerne nach erfolgreicher Anmeldung aushändigen.
Der Antrag für BAföG ist nach §45 BAföGÄndG in erster Linie bei dem Amt zu stellen, welches für den Wohnsitz der Eltern zuständikeit hat.
Das für Sie zuständige Amt für Ausbildungsförderung und den entsprechenden Ansprechpartner finden Sie im Serviceportal des Landes Berlin.
Bedarfssätze
Die Höchstsätze (inkl. Zuschuss für Kranken- und Pflegeversicherung) können sie der folgenden Grafik entnehmen:

* Alle Angaben ohne Gewähr, die Entscheidung liegt beim Amt für Ausbildungsförderung.
Weitere Informationen
Detaillierte Informationen erhalten Sie auch auf der offiziellen Webseite des Ministeriums für Bildung und Forschung zum Thema BAföG.

Darüber hinaus ist auch eine Förderung durch den so genannten Bildungskredit der KfW möglich. Auch hier ist jeder Antrag individuell zu betrachten. Informationen dazu finden Sie auf der Webseite der KFW Bank.

Der Berufsförderungsdienst der Bundeswehr unterstützt aktive und ehemalige Zeitsoldaten bei ihren Fortbildungswünschen mit speziell aufgelegten Finanzierungsmaßnahmen. Sollte dies auf Sie zutreffen informieren Sie sich bitte direkt bei der Bundeswehr.