Welthungerhilfe-Charity

Charity-Projekt Welthungerhilfe

Während der Durchführung von Charity-Projekten gehen junge Heranwachsende nachweislich einen bedeutsamen Entwicklungsschritt. Umso wichtiger ist es, dass wir als Schule genügend Raum schaffen, um unseren Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu geben, ihr soziales Engagement für die Gesellschaft entfalten und ihre sozialen Kompetenzen weiterentwickeln zu können. Daher haben Schülerinnen und Schüler der Rackow-Schule Berlin auch in diesem Jahr, im Februar 2016, eine außergewöhnliche Einsatzbereitschaft bewiesen und sich unter dem Motto „Kleiner Beitrag – große Wirkung!“ sozial engagiert und eine Charity-Aktion zugunsten des kleinen Dorfes „Karamoja“ (Ostafrika) ins Leben gerufen. Unterstützt und motiviert wurden sie von Schauspielerin Gesine Cukrowski (bekannt u. a. aus Tatort, Traumschiff, etc.), die sich schon seit längerem für wohltätige Zwecke – mit Hilfe der Welthungerhilfe – einsetzt, um eines der ärmsten Regionen im Nordosten Ugandas zu unterstützen. Ihr Einsatzwille hat unsere Schülerinnen und Schüler nicht nur inspiriert, sondern auch dazu bewegt, innerhalb kürzester Zeit verschiedene Charity-Projekte auf die Beine zu stellen, wie z. B. das Erstellen einer Fan-Seite auf Facebook oder aber auch einem selbstproduzierten Aufklärungsvideo, um Mitmenschen auf die Lage in Karamoja aufmerksam zu machen. Durch den Verkauf eigener Backwaren im näheren Umfeld der Schule und auch durch den gesanglichen Einsatz einer Schülerin, konnten weitere Einnahmen für die Charity-Aktion erzielt werden. Die Rackow-Schule rundete den Spendenbetrag noch einmal auf, sodass insgesamt eine Summe in Höhe von 2.000 EUR erzielt worden ist. Geld, mit welchem man in die Zukunft der bedürftigen Bewohnerinnen und Bewohner nicht nur investiert, sondern auch wichtige und lebensnotwendige Perspektiven schaffen kann.
Gesine Cukrowski selbst hat sich bereits persönlich vor Ort einen Überblick verschafft und diese Erfahrung mit einem kleinen Vortrag an unsere Schülerinnen und Schüler weiter vermittelt, um aufzuzeigen, dass bereits mit kleinen Einnahmen eine ganze Familie für mehrere Monate unterstützt wird. Für eine reibungslose Übermittlung sorgt hier die Welthungerhilfe. „Ich unterstütze die Welthungerhilfe, da sie noch nie irgendeinen Skandal hatte. Man weiß also zu 100 Prozent: Wenn man hier spendet, kommt das Geld da an, wo es hin soll.“, so die Schauspielerin.

Die derzeitige Lebenslage in Karamoja ist mehr als prekär, 80% der Bevölkerung lebt in äußerster Armut und die Kindersterblichkeit ist extrem hoch. Krankenhäuser sind kilometerweit entfernt (3 Stunden Fußmarsch) und können im Notfall nicht rechtzeitig erreicht werden. Verwitwete Frauen sind auf sich alleine gestellt, Unterstützung vom Staat gibt es nicht. Eine alleinerziehende Frau verdient beispielsweise umgerechnet 0,54 Cent pro Tag und das mit Schwerstarbeit, wie das Beladen eines LKW mit Steinen. Kinder haben aufgrund dessen keine Möglichkeit eine Schule zu besuchen oder sich anderweitig zu bilden. Für hochentwickelte Länder sind diese Lebensbedingungen unvorstellbar, aber leider Realität für die Bewohner/innen von Karamoja.
Die Rackow-Schule sieht sich daher als Bildungseinrichtung in der Verantwortung, die Schülerinnen und Schüler für diese Thematik zu sensibilisieren und Raum für einen Austausch zu schaffen. Denn neben den regulären Schulungsinhalten ist soziales Engagement und die Teilnahme an Charity-Veranstaltungen ein bedeutsames Bildungskriterium, das ebenfalls erlernt werden muss und Schulen als Bildungseinrichtungen bieten folglich eine wichtige Grundlage für diese Entwicklungsschritte.